Ausgabe 1 · 16. Oktober 2026

54 Tools, neun Aufgaben, ein Verzeichnis – HandwerkerStack startet

Dienstag, 15:30 Uhr auf der Baustelle: Das Handy klingelt zum dritten Mal, der Kunde will wissen, wann das Angebot kommt, und im Büro liegt noch der Stundenzettel von letzter Woche. Für jede dieser Aufgaben gibt es inzwischen Software, und genau das ist das Problem: Welche?

HandwerkerStack sortiert nicht nach Anbietern, sondern nach Aufgaben. Neun Fragen, von „Womit schreibe ich Angebote?“ bis „Wie verbinde ich alles miteinander?“, und unter jeder Frage die Tools, die deutsche Betriebe dafür tatsächlich nutzen. Zu jedem ein kurzes Urteil: für wen es passt, was es gut kann, wo es hakt. Zum Start sind es 54 Tools; jede Woche kommen die dazu, die es verdienen.

Drei Tools aus dem Startbestand

HalloPetra (Anfragen & Telefon)

KI-Telefonassistentin fürs Handwerk aus Berlin: nimmt Anrufe an, bucht Termine, schickt WhatsApp-Updates und kennt einen Notfall-Ablauf. Zum Eintrag

Fertige Aufgabenkataloge für 14 Gewerke, Anbindung an Gmail, Outlook und Google Kalender. Ab 99 € im Monat für einen Mitarbeiter plus Zusatzminuten; wer drei verpasste Anrufe pro Woche in Aufträge verwandelt, hat das bezahlt.

Craftnote (Baustelle)

Ersetzt die WhatsApp-Baustellengruppe durch eine Projektakte: Fotos, Dokumente, Chat, Formulare, Zeiten. Zum Eintrag

Baustellen-Lizenz 14,90 € pro Nutzer und Monat, 30 Tage kostenlos. Die Grenze: mindestens eine Büro-Lizenz ist Pflicht, und das Zeit-Modul kostet extra. Dafür liegt die Fotodoku endlich dort, wo der Nachweis beim Streit gebraucht wird.

clockin (Zeiterfassung)

Zeiten pro Baustelle mit einem Klick, Fotos dran, Schichtplanung und Abwesenheiten. Zum Eintrag

Ab 3,59 € pro Nutzer und Monat bei 24 Monaten Laufzeit; monatlich kündbar sind es 3,99 €. Kein Angebots- oder Kalkulationsmodul, dafür der günstigste gesetzeskonforme Stundenzettel in der Liste.

Büro-Tipp der Woche: Kein Anruf mehr verloren

Die meisten Anfragen kommen, wenn alle auf der Baustelle sind, und der Kunde ruft nach dem dritten Versuch den nächsten Betrieb an. So schließt du die Lücke, ohne jemanden ins Büro zu setzen:

  1. Anrufe abfangen: Ein Telefonassistent wie HalloPetra oder famulor nimmt Anliegen, Adresse und Wunschtermin auf, auch um 19 Uhr.
  2. Termin direkt buchen: Der Assistent trägt freie Zeiten aus dem Kalender ein; der Kunde bekommt die Bestätigung per SMS oder WhatsApp.
  3. Anfrage ins Büro: Jede Anfrage landet als Ticket in der Bürosoftware, etwa plancraft oder HERO; beide haben inzwischen eigene Telefonassistenten, der Vergleich steht hier.
  4. Am Abend nur noch prüfen: Wer gebucht hat, steht im Kalender. Wer nicht, bekommt einen Rückruf am nächsten Morgen, keine Liste mit verpassten Nummern.

Die Verbindungen dazwischen baut man mit n8n oder Make; wer das nicht selbst machen will, findet auf der Stack-Finder-Seite den Weg zu uns.


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